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Es werden Posts vom März, 2026 angezeigt.

Zwischen Himmel und Silber

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Die Chrisammesse in Potosí Heute führt mich mein Weg an einen Ort, an dem Glaube und Geschichte auf über 4.000 Metern Höhe aufeinandertreffen: Ich werde die Chrisammesse in der Kathedrale von Potosí miterleben. Wer Potosí kennt, weiß: Die Luft hier oben ist dünn, die Geschichte schwer vom Silberabbau gezeichnet und der Glaube der Menschen so fest wie der Fels des Cerro Rico. Inmitten dieser Kulisse findet ein Gottesdienst statt, der wie kaum ein anderer die Einheit und Erneuerung der Kirche symbolisiert. Was ist die Chrisammesse? ​Die Missa chrismatis ist ein besonderes Highlight der Karwoche. In dieser Messe weiht der Bischof die heiligen Öle, die das ganze Jahr über für die Sakramente verwendet werden: ​Chrisam: Für Taufen, Firmungen und Priesterweihen. ​Krankenöl: Zur Stärkung der Schwachen. ​Katechumenenöl: Für jene, die sich auf die Taufe vorbereiten. Es ist ein Moment der Sinnlichkeit – wenn der Duft des Balsams durch das weite Kirchenschiff zieht, mischt er sich mit der kühle...

Wo die Welt den Himmel berührt

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Palmsonntag in Bombori Stellt euch vor, die Luft ist dünn, die Sonne brennt mit einer Klarheit, die man nur in den Höhen Boliviens findet, und das ganze Dorf vibriert vor Vorfreude. Willkommen in Bombori, einem Ort, an dem Glaube keine Theorie ist, sondern gelebte Gemeinschaft. Wenn das ganze Dorf zusammenkommt... ⛪️❤️ Der Palmsonntag ist hier mehr als nur ein Termin im Kalender. Es ist der Tag, an dem die Stille der Berge durch Lachen, Gebete und das rhythmische Murmeln der Menge abgelöst wird. In Bombori zeigt sich das Herz Boliviens von seiner authentischsten Seite. Was diesen Tag so besonders macht, ist die faszinierende Mischung aus katholischem Brauchtum und tief verwurzelten indigenen Traditionen. Es ist ein gelebtes Mosaik der Kulturen: Kunstvolle Handarbeit: Die Palmzweige sind hier keine schlichten Blätter. Sie werden mit einer Hingabe geflochten, die fast schon meditativ wirkt. Stolz werden sie durch die engen Gassen getragen – ein wanderndes Meer aus Grün gegen das Braun d...

Königliches Understatement

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Wenn der Retter auf einem Esel reitet Stellt euch vor, ein neuer Staatsgast kündigt sich an. Die Erwartungshaltung? Blaulicht-Eskorte, gepanzerte Limousinen, vielleicht ein roter Teppich. Und dann? Rollt der Gast auf einem gebrauchten E-Scooter oder – um im Bild von Matthäus 21 zu bleiben – auf einem geliehenen Esel herbei. Genau das passiert beim Einzug Jesu in Jerusalem. Es ist die wohl am wenigsten „königliche“ Machtdemonstration der Weltgeschichte, und doch hat sie die Welt verändert. 1. Das perfekte „Location-Scouting“ Jesus überlässt nichts dem Zufall. Er schickt zwei Jünger voraus nach Betfage. Die Anweisung ist präzise: Findet die Eselin, bindet sie los, bringt sie her. Falls jemand fragt: „Der Herr bedarf ihrer.“ Das ist kein Diebstahl, das ist Souveränität. Jesus weiß, was er braucht, und er weiß, wo es steht. Aber das Spannende ist die Wahl des Transportmittels. Ein Esel war damals das Symbol für den Frieden. Ein König auf einem Pferd signalisierte Krieg; ein König auf einem...

Tradition ist gut

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aber manchmal macht die Welt einen Neustart notwendig Als wir im Jahr 2000 in ein neues Jahrtausend gestartet sind, wurde aus einem spielerischen Auftritt rund um die Weltkirche in Bolivien plötzlich etwas Größeres: eine Website, die Menschen verbindet, informiert und die Missionsarbeit sichtbar macht. Was damals mit einfachen Textseiten begann, ist über viele technische Generationen hinweg gewachsen – und steht nun selbst vor einem Neustart.   Der Anfang: Notepad, Text und 33,6 kbit/s Die ersten Schritte waren so schlicht wie typisch für die Zeit: geschrieben im Notepad, fast nur Text, und online über ein Modem mit 33,6 kbit/s – später dann „rasend schnelle“ 56 kbit/s. Bilder mussten klein sein; heute würden wir von Miniaturen sprechen. Das war nicht altmodisch, sondern Stand der Technik – selbst viele Universitäten arbeiteten ähnlich. Irgendwann konnte der Webmaster auf DSL umstellen. Plötzlich war die Verbindung stabiler, die Bilder durften größer werden – und die Seite mac...

Verzicht als Upgrade

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Warum die Fastenzeit die beste „Kur“ ist. ​Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie viel Geld wir jährlich für Detox-Tees, Saftkuren oder Wellness-Retreats ausgeben? Wir suchen oft im Außen nach Reinigung, dabei liegt die effektivste Methode direkt vor unserer Haustür – und sie ist völlig kostenlos. Das Bild ist ein Beispiel Bild zum Text erzeugt mit Google Gemini Ki Tradition trifft auf Moderne ​Heute schreiben wir Freitag, den 27. März 2026. Für viele ist es ein ganz normaler Frühlingstag, doch für Millionen von Menschen markiert dieses Datum die fünfte Woche der Fastenzeit. Seit dem Aschermittwoch am 18. Februar befinden wir uns in einer 40-tägigen Phase der Umkehr. Was früher rein religiös motiviert war, entpuppt sich heute als psychologisches und physisches Meisterwerk. Anstatt teure Kuren zu buchen, nutzen Fastende diese Zeit bis zum Karsamstag am 4. April, um Ballast abzuwerfen. Warum „Weniger“ eigentlich „Mehr“ ist ​Echter Verzicht ist kein Mangel, sondern ein Gewinn an ...

Gottesdienst in den Hochanden

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Dem Himmel ein Stück näher – Warum ein Gottesdienst am Berg alles verändert Manchmal braucht es einen Perspektivwechsel, um das Wesentliche wiederzufinden. Und wo gelingt das besser als auf 3900 Metern Höhe – dort, wo Wind, Stille und grenzenlose Weite den Alltag verstummen lassen? Ein Gottesdienst im Hochland ist weit mehr als eine Feier unter freiem Himmel. Er ist ein Erlebnis, das sich in die Sinne und ins Herz schreibt. Man lässt das Tal hinter sich und tritt ein in einen Raum, den niemand erbaut und niemand begrenzt hat. Die Kathedrale der Schöpfung In einer Kirche aus Stein sind wir Gäste. In der Natur hingegen sind wir Teil eines lebendigen Ganzen. Wenn sich die Worte der Predigt mit dem Pfeifen des Höhenwinds verweben und die Sonnenstrahlen über karge Hänge und schroffe Felswände gleiten, bekommt das Wort „Schöpfung“ eine unmittelbare Tiefe. Hier braucht es keine ausladenden Altäre – die Anden selbst werden zur Kathedrale. „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen …“ Der Vers aus...

Als Einheimischer für Einheimische

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Als Einheimischer für Einheimische: Warum eure Spenden in den Bergen Boliviens so viel bewegen  Seit meiner Ankunft zuerst in Ravelo und später in Macha (Bolivien) hat sich mein Alltag als Priester stark verändert. Hier oben in den Bergen sind die Wege weit, die Menschen leben oft von dem, was die Erde hergibt, und die Gemeinden verfügen kaum über verlässliche eigene Einnahmen. Genau deshalb ist mein Dienst derzeit zu einem großen Teil auf Spenden angewiesen – vor allem aus Europa und Australien. Wie wird Kirche in ländlichen Gemeinden finanziert? In vielen Teilen Boliviens – besonders in abgelegenen Landgemeinden – gibt es keine regelmäßigen Kirchensteuern oder stabilen Beiträge, wie man sie aus anderen Ländern kennt. Auch lokale Kollekten können nur begrenzt helfen, weil die Menschen selbst mit sehr wenig auskommen müssen. Das führt dazu, dass pastorale Arbeit auf dem Land oft nur dann möglich ist, wenn sie zusätzlich von außen getragen wird. Ich habe das über viele Jahre sehr de...

Regentag in Macha

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 „Noch ein Regentag in Macha, Bolivien… 🌧️" Langsam frage ich mich, ob ich nicht doch aus Versehen in die Regenzeit eingecheckt habe – oder ob das hier ein versteckter Casting‑Aufruf für Waterworld 2 ist. 😅 Wie’s aussieht, bleibt uns das Ganze noch mindestens die Woche erhalten. Also: Gummistiefel an, Humor nicht verlieren und weiterschwimmen! 🐸💦“ Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens Sitio web completo leyendo en español <<<<<< Helfen Sie mit, um unser Ziel zu verwirklichen. Über den folgenden Link können Sie ein Überweisungsformular vervollständigen und in Farbe ausdrucken oder den QR-Code scannen und mit ihrer Banking App direkt einen Betrag von 50 Euro spenden. Das macht für sie am wenigsten Arbeit LOL. [Da die Aufgaben enorm sind freuen wir uns natürlich auch auf größere Beträge] Mehr dazu gibt es hier zu erfahren <<<<<<